Mittwoch, 23. Januar 2008

Rockhampton: Beef Capital of Australia

Montag, 21.01.: Rockhampton ist eigentlich gar nicht des Schreibens wert, lediglich um herauszustellen welch Glück wir mit dem Wetter auf unserer Reise hatten, da es in der Stadt nach unserer Abreise zu Überschwemmungen kam. Das dortige YHA, welches nicht dem bisher gewohnten Standard entsprach, diente auch nur als Übernachtungsmöglichkeit für eine Nacht auf dem Weg nach Arlie Beach, da die Strecke von Harvey Bay nach Arlie Beach nicht in einem Tag zu machen war. Rockhampton ist als das "Beef Capital" (dt. Rinder Hauptstadt) Australiens bekannt, was einem spätestens dann auffällt, wenn man die ganzen Statuen der Rindviecher in der Stadt stehen sieht. Was blieb uns also am Abend an diesem Ort also anders, als im Great Western Hotel, das über eine Arena zum Bullriding verfügt, ein 500g Jackeroo Steak zu verputzen.

Dienstag, 22.01.: Das touristische Highlight im Umland war die komerzielle Koorana Krokodilfarm, auf der ca. 3000 Krokodile für Handtaschen und zum Verzehr gezüchtet werden. Die Fütterung einiger dieser Prachtexemplare haben wir uns am morgen vor unserer Weiterfahrt nach Arlie Beach angesehen und dabei einiges über diese interessanten Tiere erfahren. Am Ende der Führung dürften wir ein kleines Krokodil, das etwa 90 cm lang war, anfassen. Oyvind war der Hunger bis dahin noch nicht vergangen, so dass er einen Krokodil Burger versuchen musste, der aber anscheinend nichts Besonders für ihn war.

Sonntag, 20. Januar 2008

Über Hervey Bay nach Fraser Island: Sand, Sand, Sand

Samstag, 19.01.: An diesem Tag sind wir, nachdem Robert von Lambert zurückgebracht worden war, nach Hervey Bay gefahren, von wo aus es am folgenden Sonntag nach Fraser Island gehen sollte. Auf dem Weg nach Hervey Bay haben wir einen Zwischenstop zum Schwimmen in Rainbow Beach eingelegt, wo bei sonnigem Wetter am langen Sandstrand mit starken Wellen richtige Urlaubsstimmung aufkam. Dieser Ort ist auch bekannt für seine riesen Sanddünen und schwarzen Sand, der, wie Geophysiker Thomas zu erklären wusste, durch vulkanische Aktivität entstanden ist. Das YHA in Hervey Bay hat mit seinen kleine Bungalows in einer Parkanlage etwas Center Park Charakter und war wieder eine gute Wahl. Dort angekommen stand erstmal einiges an Planung an: Zunächst musste nämlich noch die morgige Tagestour nach Fraser Island fix gemacht werden und dann wurde es auch Zeit sich für einen Segeltörn um die Whitsundays zu entscheiden, da Arlie Beach unser übernächster Stop war. Das Buchen des Segelschiffs stellte sich, da wir zu fünft und dann doch zeitlich knapp waren, als etwas schwieriger raus. Auf dem eigentlich von uns ausgewählten sportlichen Katamaran hätten wir zwar mitsegeln können, dann hätten aber vier von uns die Nächte am Strand verbringen müssen. Letztendlich entschlossen wir uns für ein kleineres Boot namens Ragamuffin II von dem später hier noch berichtet wird. Nachdem das alles erledigt war, hieß es nur noch Essen fassen und sich bei einem kühlen Bier im Pool oder Spa entspannen, da es morgen früh rausging.

Sonntag, 20.01.: Der Wecker klingelte an diesem Morgen schon um 5:30h, da wir mit dem Speed Cat II um 6:45h nach Kingfisher Bay auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, übersetzten. Unser Tagestourpaket beinhaltete einen 4 Wheel Drive (4 WD) Toyota Hilux Geländewagen, mit dem wir uns zunächst den Weg durch das Landesinnere bahnen mussten, was mit ganz schön viel Geschüttel verbunden war. Lake McKenzie, unser erster Stop, war traumhaft schön - weißer Sandstrand mit kristallklarem Wasser, das zum Schnorcheln einlud. Bei der dortigen Mittagspause wurden wir von einem großen Lizzard beobachtet, der aber nicht gerade gefährlich erschien.Weiter ging es über den Inlandtrack vorbei an der Central Station nach Eurong, wo man auf den Strand auffahren kann. Abgeshen von einigen Steinen und Creeks (dt. kleine Flussarme), denen man ausweichen muss bzw. vorsichtig passieren sollte, war die Strandpiste bis zum Indian Head wie eine mehrspurige Autobahn direkt am Meer befahrbar. Von Indian Head Lookout hat man eine super Sicht auf die Düne mit weichem Sand gehabt, die von geschulten Fahrern auch durchfahren wird. Da wir bei mehr als 30 Grad jedoch nicht den Jeep ausbuddeln wollten, haben wir uns das Naturspektakel einfach nur angesehen. Auf dem Rückweg habe ich als Fahrer den Jungs mal gezeigt wofür so ein Geländewagen gebaut wird, als ich das größte Flussbett der Insel mit mehr als 40 km/h durchquert bin. Sowas muss ein Geländewagen ja wohl aushalten können. Danach ging es wieder quer durch das Innere der Insel zum Lake Wabby zurück nach Kingfisher Bay, wo der Vermieter nicht verwundert war, dass Michi das Auto mit dem Kommentar zurückgab, dass im Auto einiges an Sand zu finden sei. Da wir auf der ganzen Insel bis dahin keinen Dingo (Wildhund Rasse) ausmachen konnten, erkundeten wir uns bei Ortsansässigen, die uns an den Strand verwiesen. Tatsächlich liefen hier zwei dieser Wildhunde am Strand rum und räkelten sich - ziemlich unbeeindruckt von umherlaufenden Menschen - in der Sonne. Die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre um 20:00h verbrachten wir in der resorteigenen Strandbar. Da Queensland - wo es nebenbei bemerkt übrigens auch ALDI gibt - sich nicht am "daylight saving" (dt. Umstellung auf Sommerzeit) beteiligt, war es zu dieser Zeit schon stock duster, so dass die Fähre beinah ein kleines Fischerboot mit ein paar Jungen am Anleger gerammt hätte. Fraser Island war ein nettes 4WD-Vergnügen, wenn ich mir bis dahin unter der grössten Sandinsel der Welt auch etwas anderes vorgestellt hatte.

Freitag, 18. Januar 2008

Maroochydore: Alles Banana!

Donnerstag, 17.01.: Dass Peter die Idee hatte, heute in Maroochydore weiter nördlich mit Lambert und uns Angeln zu fahren, traf sich gut, da dies auf dem Weg zu unserem nächsten planmäßigen Stop Noosa gewesen wäre. Aufgrund der Wetterbedingungen weiter nördlich steckten hier jedoch anscheinend einige Reisende fest, so dass das YHA Hostel in diesem netten Ferienörtchen ausgebucht war. Also entschlossen wir uns dazu, direkt in Maroochydore zu bleiben und hier bis Samstag Morgen auf Robert zu warten.

Am Morgen dieses Tages hatte Peter für uns ein Boot, Angeln und Handleinen geliehen, um auf dem Fluss unser Anglerglück herauszufordern. Doch statt reichlich Fang, fütterten wir nur die Fische mit unseren Ködern und mussten lernen, dass es sich beim Angeln eigentlich nur darum geht, was man zwischen zwei kalten Bier macht. Immerhin sind wir nach zwei Stunden aber doch noch zu unserem Fisch an diesem Tag gekommen, da Lambert uns zum Abschied in das nahe gelegene Fisch & Chips Restaurant eingeladen hatte.

Nach Mittag bezogen wir dann das YHA, das sich wieder als netter Ort mit Pool, kostenlosem Frühstück und ganz entspannter Atmosphäre herausstellte. Aufgrund unserer Freundlichkeit wurde uns hier auch wieder ein kostenloses Upgrade unseres Zimmers angeboten, so dass wir nur zu viert den Banana Raum mit gelber Tür teilten.

Nachdem die Verhältnisse in Gunnedah und Brisbane ehr trocken waren (abgesehen vom Wetter), genehmigten wir uns am Abend zu unserem selbstgemachten Chili aus der Dose mit Nudeln ein paar XXXX Bitter, bevor wir die örtliche Kneipenwelt erforschen wollten. Ein "crazy" Aborigines aus Tasmanien bot uns dafür einen Lift ins Pig N' Whistle an, wo wir den örtlichen Schoolies bei dem Feiern der letzen Ferientage zusahen. Während TK, Michi und ich schon bald genug von dem verrückten Abo hatten, fuhr unser Norweger noch weiter mit ihm das Nachtleben unsicher machen, so dass wir am nächsten Tag wieder nicht mit ihm zu rechnen brauchten.

Freitag, 18.01.: Nachdem ich mir gestern beim Angeln schon einen Sonnenbrand eingefangen hatte, war das Wetter auch an diesem Tag wieder herrlich schön, so dass dem geplanten Kajaktrip in Noosa nichts im Wege stand. Da wir es hier entspannt angehen lassen wollten, beließen wir es bei einem 3-stündigen Kajaktrip auf dem Noosa River von Noosaville aus, der sich im Nachhinein aber auch schon als anspruchsvoll genug herausstellte. Während Michi und ich uns ein Kajak teilten, hatte Thomas allein gegen die Strömung anzukämpfen. Nach einer Runde durch Noosa, trafen wir am Spätnachmittag dann wieder auf Oyvind und entschlossen uns, der vom YHA organisierten Kneipentour mit ein paar Dänen, Aussies, einem deutschen Weltreisenden usw. anzuschließen. Der Abend verlief aber sehr ruhig...lustigstes Ereignis des Abends war das Aufeinandertreffen einer Taxi-Einweiserin mit einem ziemlich betrunken Mädel aus der Bar, der sie zu verstehen machte, dass sie hier das Gesetz ist ("I am the law"). Insgesamt waren es zwei angenehm ruhige Tage hier, um sich von dem Dauer-Touri-Programm der ersten Woche zu entspannen. Jetzt warteten wir nur noch auf Robert, um dann unsere Reise nach Harvey Bay fortzusetzen, wo uns mit Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt, erwartete.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Brisbane: Regen im Sunshine State

Dienstag, 15.01.: Als wir unseren Urlaub geplant hatten, waren wir uns der Sache bewusst, dass im Norden Queenslands derzeit "wet season" (dt. "Regenzeit") ist, und hatten daher überlegt, möglichst spät hoch bis nach Arlie Beach und Cairns zu fahren. Diese Entscheidung stellte sich im Nachhinein als goldrichtig dar, da dort zur Zeit ein Zyklon gewütetet hatte, Gebiete von Überflutungen betroffen waren und sogar Inseln der Whitsundays evakuiert und Segeltörns abgesagt werden musste. Unsere Strecke bis nach Arlie Beach wäre daher wegen Straßensperrungen momentan nicht passierbar gewesen.

Leider sorgten diese Bedingungen aber auch dafür, dass Peters Pläne mit uns in seinem 4WD Jeep nach Moreton Island zum Camping und Angeln zu fahren bzw. die Alternative Rockklimbing am Flussufer nicht umgesetzt werden konnten. Dennoch ließen wir uns davon nicht abhalten Brisbane und Umgebung zu erkunden: Am ersten Tag, an dem ich soviel Regen wie noch nie zuvor in Australien gesehen habe, haben wir zu Fuß und per CityCat Ferry die Stadt erkundet und sind sogar ins Museum gegangen. Hoch interessiert in der Kunst der Brauens nahmen wir am Nachmittag dann an einer 1,5-stündigen Führung in der XXXX Brauerei ("Four X") teil, die im Ale House mit einer Kostprobe vier verschiedener Biere endete. Danach konnten wir uns sicher sein, dass für den Bundesstaat Queensland XXXX Bitter zum Stammgetränk werden sollte. Peter und Chrissy holten uns später ab, um mit uns ins Norman Hotel zu fahren, das seinem Ruf als "worst vegetarian restaurant" (dt. "schlechtestes vegetarisches Restaurant") gerecht wird, wenn man die Fleischmassen an Steak sieht. Anscheinend machten wir den Eindruck, als hätten wir noch immer nicht genug gehabt.

Mittwoch, 16.01.: Am nächsten Tag haben Peter und Chrissy uns in das landschaftlich sehr schöne Maleny geführt, wo wir bei auflockernder Bewölkung zunächst zwei Lookouts (dt. Aussichtspunkte) besucht und einen Buschwalk durch Regenwald, in dem auch Wallabies und die Guardians of the Rainforest (Truthahnart) zu sehen waren, unternommen haben. Anschließend gab es wieder ein BBQ, bevor es durch den Regenwald zu einem Rock Pool, der von einem Wasserfall mit Frischwasser gespeist wurde. Hier konnten wir uns wie Tarzan an einer Liane ins erfrischende Wasser fallen lassen oder gegen die Strömung des Wasserfalls anschwimmen. Auf dem Heimweg haben wir Genießer dann noch eine Weinprobe abgehalten, bei der wir unser fachmännisches Urteil auf Papier niederschreiben konnten. Das Urteil war eindeutig: wir sind Biertrinker. Als wir am Abend dann wieder zurück in Brisbane waren, wurden wir von Roberts Onkel Lambert begrüsst, der einst in Randerath bei Heinsberg aufgewachsen ist und als Pilot zwischen Australien und Papua-Neuguinea fliegt. Sein deutscher Akzent und lebhafte Redensweise erinnerte mich echt ans Rheinland und Oyvind, der von sich behauptet einen Großteil Deutsch verstehen zu können, verstand nur noch Bahnhof. Der Abend klang mit leichter Kost in Form gesunder Salate und der Planung des nächsten Streckenabschnitts aus. Robert hatte sich entschlossen noch bis Freitag bei seinen Verwandten in Brisbane zu bleiben, während wir nur ein paar Kilometer nördlich einen Stop in Maroochydore an der Sunshine Coast zum Kanufahren machen.

Montag, 14. Januar 2008

Gunnedah: Abseits der Touristenpfade

Samstag, 12.01.: Am Samstag Morgen konnten wir bei Hertz im Stadtzentrum unseren Mietwagen entgegennehmen, wozu übrigens im Gegensatz zu Apollo kein internationaler Führerschein erforderlich war. Zu unserer Überraschung war der Ford Territory kein Kombi, sondern ein SUV (=sport utility vehicle). Australische Autovermietungen scheinen im Gegensatz zu Europa Kratzer oder Lackschäden nicht großartig zu beanstanden, so dass sich unsere Inspektion nach deutscher Gründlichkeit als überflüssig erwies.

Gegen 12:30h machten wir uns dann über die Harbour Bridge auf den Weg Richtung Newcastle im Norden, wo wir die üblichen Touristenpfade verließen, um Roberts Verwandte Gabi, Steven und klein Sidney im ca. 8000 Einwohner fassenden Gunnedah landeinwärts zu besuchen. Wenn ich mir im Nachhinein so meine Bilder betrachte, muss ich von dem satten Grün und der leicht bergigen Landschaft auf der Strecke dorthin wohl ziemlich beeindruckt gewesen sein. Nach dem halben Jahr in WA, war diese Umgebung in New South Wales ganz neu für mich...und ich muss sagen, dass ich es mir so in Australien auch nie vorgestellt hatte ("Das ist ja wie im Schwarzwald hier"). Nach 6 Stunden Fahrt sind wir am Spätnachmittag dann von Roberts Cousine Gabi am Ortseingang begrüsst worden. Sie begleitete uns zum Top Tourist Park, wo für Michael, TK, Oyvind und mich zwei Cabins reserviert waren. Einer kurzen Erfrischung im Pool folgte das Dinner bei Familie Dangerfield: Spaghetti Bolognese mit australischem Wein waren eine gute Abwechslung zu den von Gabi verteufelten Fastfoodtempeln entlang der Wegstrecke. Stolz präsentierte sie uns die Fotos, wie sie gemeinsam mit ihrem Mann eine alte Mühle in Gunnedah übernommen und hergerichtet hatte. Da in dieser Kleinstadt die Bürgersteige um 24:00h hochgeklappt werden, wurde aus dem Feierabend Bier nichts mehr. Stattdessen konnten wir einen sternenklaren Himmel beobachten. Und es ist wahr: Über Australien sieht man viel mehr Sterne als in Europa. Selbst die Milchstraße war an diesem Abend mit bloßem Auge sichtbar.

Sonntag, 13.01.: Familie Dangerfield hat sich für uns richtig ins Zeug gelegt, um uns trotz ihrer aufgrund des Familienbetrieb so beschränkten freien Zeit einiges zu bieten. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Müsli von Sanitarium, die ihre Körner aus der Mühle beziehen, wurden wir zum Wasserski auf dem Lake Keepit am Keepit Damm eingeladen. Steven ist früher Rennen (Bridge to Bridge Race) auf Rennski gefahren - mit uns musste er es da etwas ruhiger angehen lassen. Das Michael schon Erfahrung hatte konnte man ihm ansehen, als er als erster sicher auf den Brettern stand. Ich hatte zwar keine Anlaufschwierigkeiten bei der ersten Runde, wie alle anderen Anfänger in unserer Runde, dafür habe ich aber nach 1,5 Runden um den See schlapp gemacht, nachdem es mir nicht mehr möglich war die Beine gegen den Wasserdruck zusammenzuhalten. Den Muskelkater davon habe ich noch Tage später in den Schenkeln gespürt, während die anderen ihre Arme schonen mussten. Bei super herrlichem Wetter genossen wir am See dann das von Gabi zubereitete Lunch mit allerlei australischen Leckereien. Während ich mir dachte meine Beine in den nächsten Tagen noch genügend brauchen zu müssen und eine Pause am Nachmittag einlegte, ließen sich die deutschen Besucher noch einmal über den See ziehen. Gunnedah ist als das Koala Capital (dt. Koala Hauptstadt) Australiens bekannt, und so ist es nicht verwunderlich, dass wir am Nachmittag einen Koala auf dem Campingplat zu Besuch hatten. Am Spätnachmittag fuhren wir dann noch zu einem Aussichtspunkt, von wo man aus Gunnedah und das umliegende, landwirtschaftlich fruchtbare Umland überblicken konnte. Koalas konnten wir in den Eukalyptusbäumen dort aber keine mehr ausmachen, stattdessen sahen wir im Tal die Kängurus rumspringen. Da man um unser Wohlergehen sehr bemüht war und in Australien Gastfreundlichkeit groß geschrieben wird, stand am Abend wieder ein ausgiebiges Aussie BBQ mit super leckeren Salaten, Frikadellen, Steaks und Würstchen auf dem Speiseplan.

Montag, 14.01.: An unserem letzten Tag in Gunnedah wurden wir morgens nach dem Frühstück von Steven durch die laufende Mühle geführt, wo wir die Silos hoch gestiegen sind und alle Arten von Körnungen für Vogelfutter und Cornflakes gesehen haben. Um 9:45h hieß es dann Abschied nehmen, um durch eine kurze Strecke Buschland auf die Straße nach Brisbane zu kommen. Brisbane liegt im "Sunshine State" Queensland, wovon an diesem Tag bei dichter Bewölkung jedoch wenig zu sehen war und hat eine Zeitdifferenz von +9 Std. zu Deutschland bzw. -1 Std. zu Sydney. Dort sind wir gegen 19:00h angekommen, um nach Bezug der Quartiere im Haus von Roberts Onkel Lambert & Tante Jean gemeinsam mit Roberts Vetter Peter nebst Freudin Chrisi sowie Michael und Amy Dinner zu uns zu nehmen.

Freitag, 11. Januar 2008

Sydney: Opera House & Harbour Bridge - Ich bin in Australien

Mittwoch, 09.01.: Nach fast 6 Monaten in West Australien war am Mittwoch, dem 9. Januar die Zeit gekommen, andere Seiten des Landes zu erkunden. Tom, Øyvinds Vermieter, hatte uns dazu am Vorabend zum Perth Domestic Airport gebracht, von wo aus um 0:15h die Qantas Boeing 747 Richtung Sydney startete.Nach genau 4 Stunden Flugzeit und 2 Stunden Zeitverschiebung sind wir dort um 6:15h morgens gelandet. Da unser Youth Hostel (YHA) Railway Square wie der Name verrät direkt zentral am Bahnhof lag, konnten wir dieses einfach per Zug erreichen. Etwas übermüdet machten wir uns dann auch gleich auf, um die Stadt zu erkunden, da der Check-In erst nach Mittag möglich war. Über die George Street gingen wir durch Hochhausschluchten zielstrebig zum Harbour im Viertel The Rocks, wo wir dann endlich vor den Wahrzeichen Australiens der Sydney Harbour Bridge und dem Opera Haus standen. In den sehr schön angelegten Botanical Gardens haben wir nachher bei bester Aussicht auf die Bridge und das Opera House versucht, eine Mütze Schlaf nachzuholen. Sodann konnten wir in dem ziemlich modernen YHA, das einst eine Bahnhofshalle war und in dem auch heute noch Waggons mit Betten stehen, unser Zimmer beziehen. Obwohl wir ein 8-Mann Multishare gebucht hatten, erhielten wir ein kostenloses Upgrade auf ein 5er Zimmer, das wir dann nach Ankunft der Jungs aus der Heimat für uns haben sollten. Am Spätnachmittag gingen wir dann vorbei an China Town zum Darling Harbour, wo wir erfahren mussten, dass hier Bier nicht in Pint sondern Schooner ausgeschenkt wird. Anschließend sind wir noch der Empfehlung Franjos ins Three Wise Monkeys gefolgt, wo wir auf ein paar verrückte Leute getroffen sind, die aber nicht die letzten unserer Reise sein sollten.

Das Wiedersehen mit Robert, Michael und Thomas, die an diesem Tag von Horbat nach Sydney geflogen sind, wurde am Abend gebührend in der von Backpackern gefüllten Sidebar und dem Irish Pub bei Live Musik gefeiert, nachdem wir sie im Hostel begrüsst hatten. Die Jungs hatten weder Kosten noch Mühen gescheut, um mich nach 6 Monaten in Australien zu besuchen und dies nebenbei mit einer einmonatigen Rundreise zu verbinden.

Donnerstag, 10.01.: Da die Jungs außer dem Nachtleben Sydneys bisher noch nichts von der Stadt gesehen hatten, bin ich am nächsten Morgen noch einmal mit ihnen die selben Attraktionen wie am Vortag abgelaufen. Auf das Harbour Bridge Climbing haben wir dankend verzichtet, nachdem wir die Preise hierfür gesehen hatten. Mit dem Schiff, das hier auch ganz normal als öffentliches Verkehrsmittel dient, sind wir zum Darling Harbour gefahren, wo wir dann gemeinsam die Sydney WildlifeWorld besucht haben, die mitten in der Stadt über 100 australische Tierarten angefangen von Ameisen über Lizzards bis hin zu Wombats beherbergt. Abends fand im YHA dann ein Aussie BBQ statt, zu dem Øyvind und ich es noch rechtzeitig geschafft hatten. Hier wurden wir für eine Bikini und Bathers Party in der Sidebar angeworben, die wir später - ausgestattet mit "thongs" (dt. Badelatschen) - dann mit einem Kanadier und Mexikaner aus dem Hostel besucht haben. Das ganze war aber nicht so berauschend dort, so dass wir im nächtlichen Kingscross nach Alternativen suchten, was sich aber wegen "Kriegsbemalung" und Latschen als unmöglich erwies. So fand der Abend ein frühes Ende, da wir am nächsten Tag eine Tagestour zu den Blue Mountains geplant hatten.

Freitag, 11.01.: Øyvind nahm an diesem Tag einen "day off", nachdem er etwas länger ins Glas geguckt hatte gestern, und verpasste somit eines der Highlights, das im Umland von Sydney geboten wird: die Blue Mountains. Der Rest der Reisegruppe stieg früh am Morgen in den Zug nach Katoomba, um von dort aus bei ziemlich warmen Temperaturen eine mehrstündige Hikingtour vorbei an Cascades (dt. Wasserfällen) durch die Eukalyptus- und Regenwälder zu machen. Die Blue Mountains sind Heimat der Three Sisters, einer durch Erosion geformten Felsformation. Eine Geschichte der Ureinwohner erzählt von drei verzauberten Schwestern, die somit den Namen geben. Da wir uns selbst als "good walkers" sahen, waren wir auch nicht abgeschreckt die rund 900 Stufen des Giant Stairways auf und ab zu bewältigen. Nachdem wir gegen 18:30h zurück in der Stadt waren, hatten wir uns eine anständige Stärkung verdient. Am Vortag hatten wir in The Rocks das Restaurant Löwenbräu gesehen, das auf der Speise- und Getränkekarte alles zu bieten hatte, was der Name verspricht. Bei einem Maß Bier und einer super leckeren Jägerpfanne, ließen wir diesen Tag hier ausklingen.

Dienstag, 8. Januar 2008

Ich bin dann mal weg....

D-Day! In wenigen Stunden beginnt meine etwas mehr als 5-wöchige Australienreise, die mich an Orte bringen wird, von denen ich bisher nur träumen konnte.Mein gesamter Hausstand für die nächsten Wochen ist in einem großen Backpack- und einen kleine Eastpak-Rucksack verstaut.

Also: Ich bin dann mal weg...

Sonntag, 6. Januar 2008

Urlaub Ostküste & Südosten

Jetzt ist es bald soweit: In 2 Tagen werde ich zum Backpacker, schnalle mir meinen Rucksack auf und erkunde 5 Wochen lang Australien. Für die Routenbeschreibung mit Karte verweise ich auf einen älteren Post.

Dienstag Abend lasse ich mich zusammen mit Øyvind von dessen Vermieter zum Domestic Airport bringen, von wo aus wir dann Mittwoch um 0:15h nach Sydney (Bundesstaat New South Wales) fliegen. Pünktlich zum Frühstück am Opera House werden wir planmäßig um 6:15h (Zeitverschiebung zu D +10 Stunden) dort landen, um dann später für 3 Nächte im Youth Hostel Railway Square einzuchecken. Abends werden meine ehemaligen Klassenkameraden Robert, Michael und Thomas, die derzeit noch auf der Suche nach dem tasmanischen Teufel sind, zu uns stoßen.

Gemeinsam werden wir dann 3 Wochen entlang der Ostküste hoch bis nach Cairns an das Great Barrier Reef reisen. Was die Tourplanung angeht, sind wir momentan noch recht flexible. Klar ist nur, dass wir auf dem Weg Roberts gesamte Verwandtschaft in Gunnedah nahe Brisbane (Queensland) kennenlernen werden, die Fraser Islands besuchen, möglicherweise um die Whitsunday Islands segeln und dann weiter bis nach Cairns touren. Hoffentlich schaffen wir auch noch einen Abstecher in den nördlich von Cairns beginnenden Regenwald, bevor dann am 31. Januar der erste Teil der Reise beendet ist.

Während die Jungens dann nach 4 Wochen Australien die Heimreise von Cairns aus antreten, fliege ich mit dem Norweger von dort nach Horbat auf Tasmanien, der günen Insel Australiens. Nach 7 Tagen Inselleben geht es dann zurück auf das Festland. Von Melbourne (Victoria) aus werden wir anschließend über die Great Ocean Road nach Adelaide (South Australia) fahren, wo am 14. Februar letztendlich die fast zweitägige Zugfahrt mit dem Indian Pacific Richtung Perth startet.

Wie ihr seht, haben wir da ein ordentliches Programm vor uns. Ich werde versuchen, euch mit Berichten und Fotos auf dem laufenden zu halten, allerdings ist das abhängig von verfügbaren Internetverbindungen und -preisen. Skypen wird in dieser Zeit nicht möglich sein...wer mich also noch einmal sehen oder sprechen möchte, sollte es in den nächsten 2 Tagen versuchen.

Samstag, 5. Januar 2008

Caversham Wildlife Park

Zum Abschluss des Besuchs meiner Eltern waren wir heute im Caversham Wildlife Park, der einige Kilometer nördlich von Perth liegt und wo sich im Gegensatz zum Zoo ausschließlich auf die australische Tierwelt konzentriert wird.

Die Kängurus dort sind handzahm und dürfen sogar gefüttert werden. Allerdings waren einige entweder schon überfüttert oder von der Hitze zu geschafft, so dass man diese noch nicht einmal mit Leckereien locken konnte. Erstmalig konnte ich hier auch das flauschige Fell eines Koalas streicheln, der - wie sollte es anders sein - in seinem Eukalyptusbaum schlief. Im Gegensatz dazu fühlte sich der kleine Alligator wie Plastik an.

Nach einem kurzen Schlender durch die Stadt, habe ich mich dann im Citygate Hotel von meinen Eltern verabschiedet, die morgen abreisen und dort wohl einen Temperaturschock erleiden werden, bei einer Differenz von derzeit 35° Celsius. Es war eine super schöne, erlebnisreiche Zeit!

Freitag, 4. Januar 2008

Perth & Umgebung

In den letzten Tagen habe ich das übliche Touristenprogramm mit meinen Eltern in Perth durchgezogen: Nachdem wir am Dienstag nach dem Grillen noch in Northbridge waren, sind wir am folgenden Tag ins Aquarium (AQWA) am Hillary's Boat Harbour gefahren. Beide waren schwer begeistert von dem Tunnel mit Haien, Stachelrochen, Schildkröten...

Am Donnerstag habe ich dann morgens in der Uni die Unterlagen für unseren Ostküstenurlaub vorbereitet und für die Abschlussarbeit recherchiert, da ich während der Tour noch ein paar Journal Artikel lesen muss. Nachmittags haben wir uns dann wieder in der Stadt getroffen, wo wir zuerst in der Perth Mint waren und anschließend durch die Einkaufsstraßen geschlendert sind.

Am heutigen Freitag habe ich meinen Eltern noch einen Teil des Campusgeländes gezeigt. Anschließend haben wir das Handgepäck mit Sachen bepackt, die ich hier nicht mehr zu brauchen glaube. Um Mittag sind wir dann noch einmal nach Fremantle gefahren, wo wir die Markets besucht und im Prison die "Doing Time" gemacht haben.

Morgen ist schon der letzte gemeinsame Tag mit meinen Eltern hier in Australien. Dass die Zeit so schnell verging, ist doch ein Zeichen dafür, wie schön sie war. Doch Zeit zum Trübsal blasen bleibt nicht, da am Dienstag Abend dann die Reise an die Ostküste startet. Robert, Michael (singend) und Thomas machen gerade schon Melbourne unsicher, wie ich eben am Telefon hören konnte.

Dienstag, 1. Januar 2008

Frohes neues Jahr!

Frohes neues Jahr und alles Gute für 2008! Ich hoffe, ihr seid alle gut hineingerutscht und habt die Korken knallen lassen.

Den "New Years Eve 2007" habe ich ganz ruhig in Bentley verbracht. Da von den Leuten hier viele abgereist, innerhalb Australiens verreist, auf Heimaturlaub sind oder derzeit selber Besuch haben, war hier in der kurzen Zeit nicht mehr viel zu planen. Daher habe ich mir nur meinen halben Karton Bier unter den Arm genommen und bin zu Aung in unit 2 gegangen, wo wir uns zuerst ein paar Filme und dann das Feuerwerk von Sydney angesehen haben. Wahnsinn, was da wieder geboten wurde. Komischerweise wurde das hier auch um 24:00h im Fernsehen gezeigt, obwohl Sydney Perth 2 Stunden voraus ist.Privates Feuerwerk ist in Australien verboten, daher hatte es den Anschein, dass es in der Stadt auch recht ruhig war. Die Bilder in den Nachrichten heute zeigten aber, dass an einigen Brennpunkten u. a. in Northbridge gut was los gewesen sein muss. Da es aber so schon an normalen Wochenenden mal schwierig mit Taxis werden kann, wollte ich mich darauf auch nicht einlassen an diesem Abend.

Gut erholt und fast ausgeschlafen (um 8:00h morgens, also 24:00h dt. Zeit) konnte ich somit dann auch das neue Jahr 2008 beginnen, das so einiges zu bringen scheint. Statt Neujahrsspringen gab es hier Neujahrsgrillen. Dazu habe ich meine Eltern um 11:00h im James Mitchell Park im Süden der Stadt an unserem gewohnten Grillplatz getroffen. In Perth ist es derzeit ziemlich warm, so dass ich mir auch trotz Bewölkung am Neujahrstag noch einen Sonnenbrand auf den Armen gefangen habe.