Freitag, 21. Dezember 2007

Esperance – Fitzgerald NP – Stirling Range NP

Planmäßig wollten wir heute von Esperance in den Fitzgerald Nationalpark fahren und dort anschließend in einem der nahe gelegenen 300 Seelendörfer übernachten.

Dass der Fitzgerald Nationalpark flächenmäßig aber mehr als dreimal so groß ist wie Perth und die Hauptstraße durch diesen Park nur eine Schotterpiste ist, stand in keinem Reiseführer beschrieben. Da wir für eine 18km Wegstrecke hier knapp eine Stunde benötigt haben, entschlossen wir uns umzukehren und den Plan kurzfristig zu ändern.

Vom Fitzgerald Nationalpark sollte es jetzt direkt Richtung Albany gehen. Da die komplette Strecke bis dort aber nicht mehr an einem Tag machbar schien und wir den Wegrand nicht mit weiteren Kängurus, die in der Abenddämmerung aus dem Busch auf die Straße laufen, säumen wollten, steuerten wir den Stirling Range Nationalpark an.

Dieser Plan stellte sich im Nachhinein als Glücksgriff raus. Nachdem wir auf dem Weg dorthin nämlich schon an einer Känguru-Farm vorbeigekommen waren, bot das Mount Trio Bushcamp (mit Stromversorgung und Wasserversorgung) ein sagenhaftes Naturspektakel. Wir waren die einzigen Besucher des Campingplatzes und die im Reiseführer beschriebene „Einsamkeit“ war merklich spürbar. Nach einem Busch BBQ hatten wir uns in der Abenddämmerung auf die Lauer nach Kängurus gelegt. Und tatsächlich kam ein ganzes Rudel über eine Lichtung gerast…den großen hätte ich bei deren Tempo nur ungern im Weg gestanden.

Nach diesem Erlebnis wurde für den nächsten Morgen der Wecker auf 5:00h gestellt, um bei Sonnenaufgang wieder auf die Pirsch zu gehen. Und tatsächlich stand zu dieser Zeit wieder das Rudel auf der hinter dem Campingplatz gelegenen Schafskoppel. Insgesamt waren es dort diesmal mindestens 12 Kängurus und auch in der Nähe unseres Wohnmobils trieben sich einige Kängurus im Busch rum.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Cape Le Grand Nationalpark

Mit dem Cape Le Grand NP stand heute der erste Nationalpark auf dem Programm. Wahnsinn, was hier für Strände zu sehen waren. Nach dem Besuch auf Rottnest Island und den Stränden entlang des Great Ocean Drive dachte ich eigentlich, die schönsten Strände gesehen zu haben. Doch die weißen Sandstrände mit dem kristallklarem Wasser namens Lucky Bay, Hellfire Bay und Le Grand Beach haben das Ganze noch einmal getopt. Irgendwie geht hier doch noch immer mehr. Verständlicherweise mussten wir da auch endlich ein Bad an einer der nahezu menschenleeren Buchten in dem sehr langsam abfallenden South Ocean nehmen.

Unter dem Campingplatz im Nationalpark hatten wir uns alle etwas anderes vorgestellt. Nachdem die Rangerin Mikes Frage nach dem Stromanschluss mit „Welcome to the bush“ (= „Willkommen im Busch“.) erwidert hatte, wussten wir nun, dass „einfaches Camping“, wie es im Campingführer beschrieben steht, keinen Stromanschluss beinhaltet. Daher haben wir unseren Plan leicht abgewandelt und sind wieder zurück nach Esperance gefahren. Nach einem Anruf bei Apollo ist nun klar, dass die Batterie des Campers zwei bis drei Tage halten soll, so dass wir uns auf ein Camping Abenteuer in einem der nun folgenden Nationalparks ruhig einlassen können. Morgen geht es weiter…

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Esperance: Great Ocean Drive

Heute konnten wir es mal etwas ruhiger angehen lassen. Esperance Strände wurden zu den schönsten Stränden Australiens gewählt…davon wollten wir uns heute selber ein Bild machen. Also sind wir heute den 40km langen Great Ocean Drive entlang der Küste gefahren, der an mehrere Ausblickpunkte und Buchten vorbeiführt. Auch wenn ich noch nicht viele andere Strände (abgesehen von Perth) gesehen habe, kann ich sagen, dass das schon sehr beeindruckend war an den weißen Sandstränden mit azurblauem Wasser.

Als ich mit Mike am Spätnachmittag dann aus dem Ort zurückkam, haben wir an einem mehr als 50 Meter langen Holzsteg ein Rudel Delfine gesehen und einen Seelöwen. Der Seelöwe scheint hier im Ort als „Sammy the Sea Lion“ bekannt zu sein und futtert dort wohl regelmäßig mit seinen Artgenossen die ins Wasser zurückgeworfene Beute der Angler.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Kalgoorlie - Esperance

Ziemlich früh begann in der Minenstadt Kalgoorlie heute unsere Schicht, da wir noch einige Sehenswürdigkeiten besuchen wollten, bevor es dann weiter in den Süden ging.

Also hieß es wieder kurz nach 6:15h Aufstehen, um die Hannan Street mit seinen alten Bauten zu besuchen. Von dort aus fuhren wir dann in die Mining Hall of Fame, einem Freilichtmuseum, das die Goldgräberstimmung aufleben lässt. Mike hat sich hier im Goldschürfen versucht und wir sind auf 36 Meter in einen Stollen Untertage gefahren, wo ich das harte Leben eines Minenarbeiters nachempfinden konnte.

Danach ging es dann zum Super Pit Lookout, von wo aus die riesigen LKWs, die 225 Tonnen pro Ladung transportieren, wie Spielzeug Autos in dem unfassbar großen Gold-Tagebau aussehen.

Über den Goldfield Hwy und den Coolgardie Esparance Hwy ging es dann rund 390km in den Süden nach Esperance, wo die schönsten Strände Australiens zu finden sein sollen. Hier haben wir auf dem Esperance Seafront Campingplatz einen Stellplatz in erster Reihe direkt mit Meerblick für die nächsten zwei Tage bekommen.

Montag, 17. Dezember 2007

Perth - Kalgoorlie

Heute konnte endlich unser Urlaub so richtig beginnen. Die 590km lange Fahrt von Perth nach Kalgoorlie hat ca. 6,5 Stunden gedauert.Es ging über den Great Eastern Highway raus aus der Stadt in die Weiten West Australiens. Alles was man zu sehen bekam war Busch, rote Erde und ab und an eine kleine Siedlung, die meist eine Tankstelle und eine Taverne hatte.

Gegen 18:00h sind wir in dem Prospector Camp angekommen, wo wir dann gemeinsam das erste australische BBQ am Gasgrill hatten.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Beginn Campingurlaub

Den ersten Tag als Camper mussten wir unplanmäßig noch in Perth verbringen. Nachdem ich meinen Eltern meine Wohnung und das Unigelände gezeigt hatte, sind wir in die Stadt gefahren. Leider war das Wetter heute nach einer recht stürmischen Nacht noch ziemlich durchwachsen. Am Nachmittag sind wir in den Kings Park gefahren, wo wir in unserem Camper eine kurze Essenspause mit einer Millionen-Dollar-Aussicht gemacht haben, wie sie wohl sonst nur die Millionäre am Swan River Ufer genießen können.

Morgen geht endlich unsere Rundreise durch den Süd-Westen Australiens los. Ich werde versuchen, euch in unregelmäßigen Abständen auf dem laufen zu halten.

Samstag, 15. Dezember 2007

Ankunft Mama & Papa

Nach großer Aufregung am Morgen, haben wir heute den Euro Deluxe Camper von Apollo in Empfang genommen. Nachdem wir den Wagen beladen und den Einkauf für die ersten Tage hinter uns gebracht hatten, konnten wir auf dem Perth International Tourist Park im Stadtteil Forresterfield einchecken. Am Abend sind wir um 18:00h dann zum Flughafen gefahren, wo meine Eltern um 18:00h gelandet sind. Nach 5 Monaten waren wir somit alle vereint an einem Ort. Mike und ich hatten ihnen am Abend einiges von der ersten erlebnisreichen Urlaubswoche zu berichten.

Freitag, 14. Dezember 2007

Perth City & Nightlife

Den letzten gemeinsamen Tag vor der Ankunft meiner Eltern haben wir noch einmal in der Stadt verbracht, wo wir im Känguru Reservoir zunächst vergeblich auf der Suche nach den landestypischen Tieren waren. Nach dem Abstecher ins London Court sowie auf die Hay St und Murray St haben wir uns dann wie Touristen mit der Perth Tram entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt von Burswood bis in den Kings Park fahren lassen. Freitag Abend habe ich während des kleinen Pub Crawls dann noch einmal zwei neue Kneipen kennen gelernt.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Rottnest Island

Früh morgens begann heute unsere Tagestour nach Rottnest Island, der Ferieninsel, die 45km vor der Küste Perth liegt. Hier haben wir uns ein Fahrrad geliehen, um die Insel mit seinen herrlichen Buchten zu umfahren. Da es diesmal etwas windiger hier war, erschien mir die Fahrt mit dem 1-Gang-Fahrrad etwas mühsamer als noch bei meinem letzten Besuch. Auch Mike konnte hier Quokkas in freier Wildbahn treffen, die auf dem örtlichen Minigolf-Platz um die Bahnen laufen.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Fremantle

Zusammen mit Øyvind sind wir am Mittwoch nach Fremantle gefahren, wo etwas Kultur auf dem Programm stand. Hier haben wir eine 1,25-stündige „Doing Time Tour“ im Fremantle Prison gemacht, bei der sich der Norweger als freiwilliges Opfer geben musste.

Im Anschluss daran hatten wir uns eine Erfrischung im Little Creatures, wo das Bier direkt aus der Produktion kommt, verdient. Bei recht schönem Wetter sind wir auf dem Rückweg nach Perth dann am Cottesloe Beach augestiegen, wo Mike sein erstes Bad im Indischen Ozean hatte.

Abends bin ich dann noch mal nach Hause, da an diesem Tag die Prüfungsergebnisse ausstanden: viermal „high distinction“. Ihr seht also…ich bin nicht nur zum Urlaub machen hier.

Damit hatte ich mir mein Feierabendbier an diesem Abend verdient. Mike war das an seinem zweiten Tag gelungen, was mir in 5 Monaten nicht widerfahren ist: er hat Bitburger gefunden. Ein Karton mit 24 Flaschen Eifelwasser kostet $45. Da mussten wir doch gleich mal testen, ob das denn hier genau so schmeckt.

Dienstag, 11. Dezember 2007

AQWA

Gut gestärkt mit einem „interessanten Frühstück“ haben wir an diesem Tag das Aquarium of Western Australia (AQWA) im Hillarys Boar Harbour besucht, in dem die ganze westaustralische Unterwasserwelt bewundert werden kann. Highlight des Aquariums ist ein 92 Meter langer Tunnel, in dem man u. a. von Haien und Stachelrochen umkreist wird. Da es an diesem Tag etwas bewölkt war, haben wir den Strandbesuch verschoben und sind am Abend nach Northbridge zum Irish Pub und Brass Monkeys gegangen. Bei einer Runde Pool Billard musste ich mich Mike geschlagen geben.

Montag, 10. Dezember 2007

Ankunft Mike

Dass Taxi fahren in Perth ein Albtraum ist, musste ich auch am Tag von Mike’s Ankunft feststellen. Dennoch habe ich es rechtzeitig zum Flughafen geschafft, um ihn dort mit mehr als 3,5-stündiger Verspätung in Australien begrüßen zu dürfen. Die Weidersehensfreude war natürlich groß. Mit verdutztem Blick musste Mike feststellen, dass hier auch in Taxis das Steuer rechts ist, als er in diesem Platz nehmen wollte.

Nachdem ich ihm mein Haus gezeigt und durch den nördlichen Teil des Campusgeländes geführt hatte, sind wir dann ins Exclusive Backpackers auf der Adelaide Terrace gefahren. Mike fragte sich zunächst, womit dieses Haus das „Exclusive“ verdient habe, da ihm bewusst wurde, dass diese Woche keine Halbpension und Zimmerservice zu erwarten war. Backpacker eben… Dennoch war das Doppelzimmer, die Gemeinschaftsküche und Sanitärräume recht sauber, so dass es in Ordnung war.

Da Mike den Jetlag ganz gut zu verkraften bzw. gar nicht erst zu haben schien, konnten wir an diesem Tag bei über 30° ein straffes Programm in der Stadt abgespulen. Nach einem Besuch im Kings Park sind wir abends über den Swan River, wo sich gerade Delfine tummelten, nach South Perth gefahren, wo Andreas an gewohnter Stelle mit besten Blick auf die Skyline der Stadt im Sonnenuntergang sein Abschieds-BBQ gab.

Im Lucky Shaq haben wir abschließend ein letztes gemeinsames Bier auf australischem Boden mit Andreas zu uns genommen, der dann am nächsten Tag die Heimreise nach Deutschland angetreten ist. Wir sehen uns sicher wieder in Aachen.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Clubmeisterschaft KC Promillejäger 2007

In einer Live-Schaltung zur Siegerehrung wurde mir eben das Ergebnis der diesjährigen Clubmeisterschaft verkündet.

In einer spielerisch schwachen Partie hat René sich den Titel wieder zurückgeholt, nachdem er sich im Elfmeterschießen gegen die punktgleichen Raimund und Elmar durchsetzen konnte. Glückwunsch Metty!

Daniel berichtete, dass René einfach der "Beste der Schlechten" war. Nichtsdestotrotz schien die Feier den letzten Jahren in nichts nachzustehen.

Samstag, 8. Dezember 2007

Farewell John!

Gestern habe ich mit den Norwegern den Abschied von John aus Michigan gefeiert, der uns am Sonntag verlassen wird. So langsam werden es immer weniger hier...

Inzwischen ist der Pub Crawl (Como Hotel, Windsor Garden, Lucky Shaq, Irish Pub, Carniges) zur "Tradition" geworden und in mancher Bar erkennt man uns auch schon wieder. Bald sollten wir aber auch noch mal neue Orte erkunden - dazu wird sich sicherlich mit Mike, der heute in den Flieger steigt, die Gelegenheit bieten.

Leider haben wir John zu spät richtig kennengelernt. Die Bekanntschaften hier ergeben sich alle durch Zufälle: John war in meinem Australian Studies Kurs und Mitbewohner von Michael, der ihn dann einst mit in die TAV brachte. Farewell dude!

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Rottnest Island

Heute bin ich mit John, Magnus und Øyvind vor dem schlechten Wetter in Perth nach Rottnest Island geflohen. Um 08:45h hat der Rottnest Express am Barrack Strett Jetty in der Stadt abgelegt, um nach 90-minütiger Fahrt über teils raue See gegen 10:15h auf Rottnest anzukommen.
Nach einer kurzen Frühstückspause haben wir uns hier dann Fahrräder geliehen, um die Insel zu erkunden. Dass Rottnest, wie eine karibische Insel ist, muss ich zurücknehmen. Im Landesinneren kommt man sich manchmal ehr wie in Irland vor, wozu auch die anfänglich dichte Bewölkung beigetragen hat.
Die Strände hingegen sind wirklich karibisch: weißer Sand und kristallklares Wasser. Das Meer hat hier Farben, die ich noch nie zuvor so live gesehen habe. Nachdem es sich zum Mittag hin etwas aufgelockert hatte, haben wir die Gelegenheit natürlich genutzt, um ein Bad an einem der menschenleeren Strände zu nehmen.Auch sonst hat die Insel einiges zu bieten. Seinen Namen verdankt sie den Quokkas, dies sind Kurzschwanzkängurus, die ein holländischer Segler wohl einst als Ratten bezeichnet hat, so dass aus Rattennest später Rottnest wurde. Von diesen lustigen Tieren haben wir ein paar zu sehen bekommen. Kürzlich wurde übrigens ein WA Rugby Spieler verurteilt, weil er eines dieser Tiere während eines Trainingslagers missbraucht hat, indem er es am Schwanz gepackt und durch die Gegend geschleudert hat.

Daneben haben wir auch große Eidechsen und mit der Brown Snake, die plötzlich die Straße passierte, eine der gefährlichsten - da giftigsten - australischen Schlangenarten gesehen.
Nachdem wir in einem guten Tempo die Insel (fast) einmal umrundet haben, hatten wir uns eine Erfrischung verdient. Nach dieser sportlichen Leistung haben wir die Rückfahrt, die um 16:00h wieder begann, halb verschlafen. Natürlich waren wir aber rechtzeitig wach, um zum Abschluss des Abends noch ins Lucky Shaq einzukehren, wo schon einige Weihnachtsfeiern zu starten schienen.

Sonntag, 2. Dezember 2007

PADI Open Water Diver Licence

Den ersten Abschluss in Australien habe ich schon mal in der Tasche: Ab heute darf ich mich PADI Open Water Diver nennen.
Leider war Ildar der Russe etwas spät dran heute Morgen und hatte dann auch seine "Hausaufgaben" noch nicht vollständig gemacht. Also mussten wir zunächst noch einmal in den Klassenraum und etwas Theorie besprechen, bevor wir die theoretische Prüfung abgesessen haben. Das war ganz locker machbar und mit nur 2 Fehlerpunkten hatte ich den Teil locker bestanden.

Da wir dadurch aber zu viel Zeit verloren hatten, wollte John heute nicht mehr nach Rockingham fahren, wo wir in alten Schiff- und Flugzeugwracks hätten tauchen können. Stattdessen ging es für die letzten beiden Tauchgänge wieder in den Swan River bei Mosman Park. Auch das war recht problemlos geschafft und mir wurde bestätigt, dass ich mich sehr gut im Wasser verhalte.

Damit hätte ich den Schein in der Tasche und ein paar Abenteuer warten in Australien noch auf mich:
  • An der Ostküste werde ich mir sicherlich mal das weltberühmte Great Barrier Reef oder die Unterwasserwelt der Whitsundays ansehen. Leider sind viele Korallenriffe vom Aussterben bedroht, so dass ich mir die Gelegnheit nicht entgehen lassen werde.
  • Rockingham werde ich sicherlich noch nachholen können. Nach dem Urlaub werde ich, wenn ich wieder zurück in Perth bin, dort sicher mal durch die Wracks, die extra für Taucher dort gesenkt wurden, tauchen.
  • Im Aquarium of Western Australia (AQWA) kann man nach der Fütterung in einem Tunnel die westaustralischen Unterwasserwelt erkunden. So viele Tiere wie hier, wird man wohl sonst selten an einem Ort antreffen. Highlights sind dabei sicherlich die großen Unterwasserschildkröten und der Hai. Ja richtig gelesen....hier kann man mit Haien schwimmen, denn nicht jeder ist so blutrünstig, wie der große, weiße Hai vor dem Hollywood uns fürchten gelehrt hat.
So, dass war also jetzt das letzte "exam" für dieses Semester. Morgen und übermorgen muss ich mir nur noch ein paar kleine Formalitäten für das nächste Semester erledigen und ab dann bin ich hier hauptberuflich Urlauber. :-)

Samstag, 1. Dezember 2007

Tauchkurs Open Water Dive 1 + 2

"Glück auf" sag ich mal..., obwohl dass sicher nicht der Gruß der Taucher ist und dennoch irgendwie passend ist.

Bei "widrigen" Witterungsverhältnissen (Regen, Wind, 21 Grad) - und das wo heute der offizielle Sommerbeginn in WA ist - habe ich heute meine ersten zwei "open water dives" (dt. "offenes Gewässer Tauchgänge") gehabt. Da es am Morgen noch geregnet hat und auch in Hillarys Boat Harbour kein Sonnenstrahl durch die graue Wolkendecke durchschien, ist John mit mir nach Mosman Park gefahren, wo ich dann statt im Indischen Ozean den ersten Tauchgang halt im Swan River hatte.

Der erste Tauchgang ging bis zu 11 Meter runter und wurde sehr entspannt mit der Erkundung der Unterwasserwelt verbracht. Das ist eine andere Welt da unten...und ich hätte nicht gedacht, dass es im Swan River schon so viel zu sehen gibt: Fische, Muscheln, Seesterne, Seeigel, Krabben, Quallen, usw. aber auch Golfbälle, Flaschen und anderer Unrat. Nach dem ersten 35-minütigen Tauchgang ging es dann gleich wieder ins Wasser, um noch einmal einige Fähigkeiten zu üben, die wir auch schon im Pool trainiert haben.

Im Internet habe ich mal ein paar Fotos zusammengesucht von den Sachen, die ich Unterwasser gesehen habe - wenn ich meine eigene Kamera mitnehmen würde könnte ich mich glaub ich nicht so konzentrieren und würde das Ganze anders erleben. So habe ich die besten Bilder in meinem Kopf und ihr müsst euch hiermit zufrieden geben:



Mal sehen, wie es morgen wird, wenn die letzten Tauchgänge anstehen und ich nach dem Exam dann hoffentlich den Tauchschein in der Tasche habe.