Montag, 11. März 2013

Adventure Wochenende in den Blue Mountains

Letztes Wochenende waren Esther, Jason, Bart, Bruno, Michel und ich in den Blue Mountains für ein "Adventure Weekend". Jason hatte uns bei der Blue Mountains Adventure Company für Canyoning im Sheep Dip & Rocky Creek Canyon - etwa eine Stunde Fahrt von Katoomba entfernt - angemeldet.
 
Was wir an diesem Tag erleben dürften, hat mich echt überrascht. Ich wusste nicht, dass es diese Canyons in den Blue Mountains gibt und die Erlebnissportart Canyoning war auch neu für mich. Canyoning (auch Schluchteln oder Schluchting) ist laut Wikipedia das Begehen einer Schlucht von oben nach unten in den unterschiedlichsten Varianten. Durch Abseilen, Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und manchmal sogar Tauchen gelangt man in geeigneter Ausrüstung durch die Schluchten.
 
Es hat echt einen riesen Spaß gemacht durch das Dickicht des Regenwalds in den Canyon zu gehen und geführt von zwei Guides den Weg durch die Schlucht zu machen. Aufgrund der starken Regenfälle am letzten Wochenende war das Wasser Level etwas höher und es war ganz schön abenteuerlich an manchen Stellen. Für die Strapazen wurden wir mit dem Anblick eines großartigen Canyons, der dicht mit Vegetation bewachsen war, belohnt.
 
Gerade in einem Moment so etwas zu erleben, wo ich dachte, in Sydney alle touristischen Highlights nach inzwischen 16 Monaten gesehen zu haben, war dies ein ganz tolles Erlebnis, wie die folgenden Fotos zeigen...
 
 
 










 

Donnerstag, 28. Februar 2013

Lebe deinen Traum...

Die letzten Wochen haben ein paar Veränderungen auf der Arbeit mit sich gebracht. Durch eine Umstrukturierung des Unternehmens wurde unser Team "gesprengt" und ich habe eine neuen Manager. Außerdem muss ich aufgrund der Schließung des City Offices nun fast täglich ins Hauptquartier nach North Ryde fahren.
 
Dies bedeutet, dass ich etwa eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit in einen Business Park pendeln muss. Jeden Morgen führt mein Weg daher jetzt über die Harbour Bridge mit Ausblick auf Opera House und Port Jackson Richtung Norden. Wenn ich dann beginne mich über das Pendeln und die öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Stadt zu beschweren, erinnere ich mich daran zurück, dass ich vor gut zwei Jahren im wahrsten Sinne des Wortes noch davon geträumt habe genau diesen Weg zur Arbeit zu nehmen.
 
Von diesem Traum hatte ich damals meinem ehemaligen Kollegen Stefan erzählt, der in Sydney studiert hatte und dieses Land auch in sein Herz geschlossen hat. Lustigerweise haben sich unsere Wege nun auch wieder hier gekreuzt, da er von Ipsos für drei Monate nach Sydney entsandt wurde. Damit hat es wieder Jemand in die Kategorie "man sieht sich immer zweimal im Leben" geschafft.

Montag, 28. Januar 2013

Australia Day Weekend in Jervis Bay

Am 26. Januar wird in Australien der "Australia Day" gefeiert. Der Feiertag fiel diesmal auf eine Samstag. Glücklicherweise heißt das aber in Australien, dass der nächste Arbeitstag dann auch noch frei ist. Das lange Wochenende nutzten wir für einen Ausflug nach Jervis Bay. Caroline hatte das Ferienhaus Casa Bella in St Georges Basin für uns angemietet, das eine großzügige Außenanlage bot.
 
Mit von der Partie waren Bruno, Bart, Jason, Esther, Caroline, Michel, Fransiska und Björn. Für die meisten war es der Australia Day und doch waren wir bestens darauf vorbereitet, wie man den Bildern ansehen kann.
 
Das Wochenende verbrachten wir dann auch typisch australisch: Beach, Bier, BBQ, Cricket und ein bisschen Outdoor Aktivitäten. Samstag waren wir am Hyams Beach. Am weißen Sandstrand spielten wir Beach Cricket und kühlten uns anschließend im kristallklaren Wasser ab. Am späten Nachmittag wurde vor dem BBQ im Garten Bier Pong gespielt und der Abend endete wieder mal mit Trinkspielen im Wohnzimmer. Am Sonntag ging es ins Kangaroo Valley wo wir eine Kanutour machten. Auf dem dortigen Campingplatz hatten die Aussies ganze Zeltstädte eingerichtet. Die idyllischen, kleinen Dörfer in dieser Gegend sind auch wirklich schön. Auf dem Rückweg nach Sydney legten wir am verregneten Montag noch einen Zwischenstopp in Kiama ein, um dort das Blowhole zu beobachten.

Samstag, 19. Januar 2013

Sydney Tallship Harbour Cruise

Am Samstag haben wir eine zweistündige Hafenrundfahrt auf einem alten Segelschiff gemacht.
Bei Living Social hatten wir als Gruppe einen Gutschein für einen "Twilight Harbour Cruise" mit Sydney Tallship gekauft, der "Open Bar" (d.h. unlimitierte Getränke) und Essen beinhaltete. Dazu wurde an Bord noch Unterhaltungsmusik geboten.

Björn und Lyn kletterten auf den Aussichtsmast, um aus etwa 15 Meter Höhe die Aussicht auf die Stadt zu haben, während Andere versuchten, das Geld, das sie für diese Tour bezahlt hatten, wieder an der Bar herauszuholen.

Samstag, 5. Januar 2013

Neuer Laptop und Nachträge

Seit fast 3 Monaten hat es hier keinen neuen Eintrag mehr gegeben. Obwohl es nur wenige Nachfragen gab, was auf eine geringe Leserschaft schliessen lässt, werde ich das Bloggen wieder aufnehmen und in den nächsten Tagen einige Blogeinträge vom Urlaub in der Heimat sowie der Weihnachtszeit und Sylvester Down Under nachliefern.
 
Ein Grund für meine Zurückhaltung lag darin, dass mein Acer Travelmate Laptop nach 5 Jahren davor stand endgültig seinen Geist aufzugeben. Wegen langer Bootzeiten und dauernd wiederkehrender Bluescreens hatte ich ihn daher weniger beansprucht.
 
Den Urlaub wollte ich noch dazu nutzen, wichtige Daten zu sichern. Nun ist alles relativ schnell gegangen. Nach der Rückkehr von der Gold Coast bootete der Laptop gar nicht mehr. Die Daten konnten noch gesichert werden, aber jetzt musste endgültig ein neues Notebook her, so dass ich ab heute auf einem Dell Inspiron 14z schreibe.
 
In den folgenden Blogeinträgen werde ich mich kurz halten und wieder mehr Bilder sprechen lassen. Die Berichte werden rückdatiert werden, daher scrollt bitte einfach mal runter. In diesem Sinne: Stay tuned...
 
 

Montag, 31. Dezember 2012

New Years Eve Sydney 2012

Lange hatten wir keinen Plan, was wir am Silvester Abend machen wollten. Zwar wollten die meisten Freunde das Feuerwerk an der Harbour Bridge sehen, jedoch war dann nicht jeder davon zu begeistern bereits 10-12 Stunden vor Mitternacht einen Platz mit guter Aussicht zu erobern. Freundlicherweise hatte Michel angeboten, privat in seinem Apartment in der Nähe des Hyde Parks zu feiern und wir hatten uns dazu entschieden, später das Feuerwerk vom Pyrmont Point Park zu beobachten.
Was an diesem Tag in der Stadt los ist, ist echt verrückt! Nachdem wir von der Gold Coast zurück waren, hatten sich Franjo & Charlotte bei uns zu Hause einquartiert, die das Feuerwerk vom Botanical Garden sehen wollten. Bereits um 10 Uhr morgens mussten sie sich dafür in eine hunderte Meter lange Schlange einreihen. Sie berichteten, dass dort wohl Leute gecampt hatten, um die besten Plätze zu kriegen. Vor dem Bottleshop in World Square musste man auch Schlange stehen und Security Leute kontrollierten den Einlass. Bei Woolworths war schon am Nachmittag Plastikgeschirr und sogar große Wasserflaschen ausverkauft.
 
Nachdem die Einkäufe erledigt waren trafen wir uns zum BBQ. Leider fand sich an diesem Abend keiner, der dies so richtig unter Kontrolle halten wollte, so dass die selbst ernannten Grillmeister mehr Verkohltes ablieferten. Es wurde viel erzählt, getrunken und auch wieder Trinkspiele gespielt. Das neun Uhr Familien-Feuerwerk beobachteten wir vom Balkon, von wo aus man über den Hyde Park und St. Mary´s Cathedral einen eingeschränkten Blick auf den Hafen hatte. Ein Teil der Gruppe entschloss sich dann später nach Pyrmont zu gehen, um dort das große Mitternachtsfeuerwerk über dem Hafen und an der Harbour Bridge zu sehen. Zwar hatte man hier nicht den besten Blick auf das Geschehen, dafür lief aber alles recht stressfrei ab.   
Immer, wenn wir das Jahr so Revue passieren lassen, wird uns bewusst, wie verrückt es alles ist. Die meisten Freunde sind erst im Laufe des Jahre hier in Sydney aufgeschlagen - d.h. ich kenne sie erst ein paar Monate - und doch haben wir schon so viele gemeinsame Erlebnisse gehabt und Erfahrungen gesammelt. Als anfänglich Fremde in einem neuen Land, saßen wir alle in einem Boot, von dem wir nun das Steuer übernommen haben. Die Story, wie sich alles so wie Puzzlestücke zusammengefügt hat ist im Nachhinein betrachtet recht interessant. So ganz krieg ich es glaube ich nicht mehr hin, da einfach zu viel passiert ist, doch ich versuche es mal....
 
Fabian nannte es letztens ein Schlüsselerlebnis, dass wir bei unserem ersten Meetup der `Newcomers Network Sydney´ (Anfang Februar) die Französin Raphaelle getroffen hatten. Das Treffen fand in der Piano Bar des Mezien Hotels statt. Der rote Teppich vor dem Hotel hätte mich fast dazu bewogen, an diesem Abend umzudrehen, da ich bezweifelte, dass dies der richtige Ort sei, um die richtigen Leute zu treffen. Fabian überzeugte mich dann aber, reinzugehen...nach zwei Bier könnte man dann ja auch gehen. Wir blieben in Kontakt mit Raphaelle und trafen uns gelegentlich, um ins Kino zu gehen. Danach waren meine Eltern da, ich musste mich um einen neuen Job kümmern und reiste viel, so dass ich erstmal keine Meetups mehr besuchte. Beim ´International Friends´ Meetup im Pumphouse (Anfang Mai) wurde dann ein Kennenlernspiel gespielt, bei dem jeder eine Nummer ziehen sollte, um an diesem Abend die Leute mit der selben Nummer zu finden und diese kennenzulernen. Ich dachte mir noch, was für eine Kinderei und wollte erst nicht bei dem Spiel machen als Caroline mit der Nummer 8 auf uns zukam und nach Ihresgleichen suchte. Als die Organisatorin der Gruppe mir dann auch die 8 in die Hand drückte, dachte ich mir, das Spiel ist einfach, da ich ja zumindest schon von einer Person wusste. Also bin ich wieder zu Caroline und zu uns gesellte sich an diesem Abend eine abgedrehte Person, die Lifestyle Consultant als ihren Beruf nannte. Caroline und ich fanden schnell heraus, dass Fabian und ich mit Raphaelle schon eine gemeinsam Bekannte an diesem Abend hatten...da waren wir schon vier. Diese Zusammenkunft sollte sich im Nachhinein wohl als eine Fügung des Schicksals herausstellen.... Auf diesem besagten Meetup trieb sich auch Jason rum, von dem Fabian mir schon erzählt hatte, mit dem ich aber selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht geredet hatte. Jason plante eine Wine Tasting Tour ins Hunter Valley. Eigentlich bin ich ja kein Weinliebhaber, aber Raphaelle hatte seine Facebook Einladung weitergeleitet und Fabian mich wieder mal davon überzeugt daran teilnehmen, da man so ja vielleicht sein Netzwerk ausbauen könnte. An dieser Weinverköstigung nahmen unter anderem auch Fiona und Melissa, die ich für ziemlich abgedreht hielt, teil...da waren wir schon sieben. Dann kam mein ehemaliger Ipsos Kollege Björn aus Neuseeland rüber, dem ich zuvor jahrelang von Australien vorgeschwärmt hatte. Ich führte ihn netterweise bei einem Besuch im PJ O´ Briens in die Gruppe ein und erleichterte ihm somit die Integration. Björn´s ehemaliger Kollege Calvin, den ich beim Rugby World Cup Opening kennengelernt hatte, hatte es auch inzwischen nach Australien verschlagen und schloss sich uns auch gelegentlich an. Anfang August fand der erste Pub Crawl in Paddington statt, der von Jason und Caroline organisiert wurde. An diesem nahmen unter anderem auch Simran, Rakesh, Pierre und auch Satpal teil. Der feste Freundeskreis wuchs weiter, doch leider verloren wir auch immer wieder Leute. Nach Raphaelle mussten wir nun auch Fabian verabschieden, die beide zurück in die Heimat gingen.  Bei einem der folgenden Meetups im August lernte ich Michel und Bart kennen. Michel überraschte mich, da er wie ein Asiate aussieht, aber Franzose ist. Bei Bart wusste ich sofort, dass er Holländer ist, nach dem er sich vorgestellt hatte. Lustigerweise fanden wir heraus, dass er auch an der Grenze wohnt und unsere Heimatorte weniger als 30 Minuten voneinander entfernt liegen. So fern der Heimat sind Holländer gar nicht so schlimm. Ende September organisierte ich für das lange Labour Day Wochenende eine Tour nach Port Stephens, an der 12 Leute teilnahmen. Während meines Heimaturlaubs in Deutschland, wurde Fatma verabschiedet, auf deren Abschiedsfeier ihre ehemalige Kollegin Yvonne zur Gruppe stieß. Bei einem BBQ später im Jahr in Michels Apartment, traf ich zum ersten mal  seinen Mitbewohner Matt und Nachbarn Bruno. Fransiska lernten wir im November über Björn kennen und Esther, eine Kollegin von Bruno, nahm an unserem Gold Coast Urlaub über Weihnachten teil. Was für ein Kommen und Gehen... Da inzwischen Alle ein langfristiges Visum haben, hat sich aber wohl ein recht stabiler Freundeskreis in diesem Jahr gefunden.
 
Auf das, was ich hier im letzten Jahr erreicht und aufgebaut habe, blicke ich stolz und zufrieden zurück. Wie heißt es so schön in einem Borussen Lied: ´Stolzer Blick zurück, volle Kraft nach vorn´. In diesem Sinne werde ich hier weitermachen... 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Weihnachtsurlaub an der Gold Coast

Über Weihnachten war ich mit Freunden für eine Woche an der Gold Coast. Diesen Abschnitt Australiens hatte ich auf meiner ersten Reise entlang der Ostküste noch nicht gesehen, da wir damals Roberts Verwandte in Gunnedah im Landesinneren besucht hatten.
 
Da in Australien die meisten Firmen zumindest für eine Woche schließen, fanden sich schnell Interessierte für diesen Urlaub. Michel, Björn, Simran, Caroline, Yvonne, Melissa und ich hatten ein Apartment in Broadbeach direkt am Strand gemietet. Bruno, Esther und Rakesh hatten sich später entschieden mitzukommen und sich in ein Backpacker Resort im nahegelegenen Surfers Paradise einquartiert. 
 
The Penthouses Apartment
 
Melissa hatte Gold Coast als Ziel vorgeschlagen, da es so vielseitig ist und für Jeden etwas zu bieten hat. Die Gold Coast ist nicht zuletzt wegen der Themenparks und des langen Strandes auch bekannt als das Florida Australiens. Das Hinterland hat mit seinen Nationalparks sehr reizvolle Flecken zu bieten. Im Folgenden ein paar Fotos unserer Tagesausflüge.
 
Springbrook Nationalpark: Bushwalking mit tierischen Begleitern und mutige Sprünge in den Rockpool.
 
Byron Bay: Road Trip in das entspannte Byron Bay mit Ausritt am Strand auf einem wasserscheuen Pferd.
 
Sea World: Phantastische Tiershows und ein paar relativ lahme Fahrgeschäfte.
 
 
Wet ´n Wild: Wasserrutschen mit Loopings, steilen Gefällen, Tornados,... da mussten wir sogar ein zweites Mal hin.
 
Warner Brothers Movie World: Alle Achterbahnen mitgenommen - schnell und extreme Fahrgeschäfte.
 
Weihnachten haben wir typisch australisch verbracht. Am Heiligabend hatten wir ein sehr großzügiges BBQ und anschließend hatten wir gewichtelt. Jeder hatte dafür ein gutes Geschenk und ein Schrottgeschenk für die Person, die er vorher gezogen hatte, mitgebracht. Am Christmas Day, dem ersten Weihnachtstag, waren wir am Broadbeach, wo die Wellen ganz schön heftig waren.
 
 
 
Ansonsten haben wir die Zeit oft mit gutem Essen und Trinken in unserem Apartment verbracht, wo wir die ein oder andere Nacht Weerwölfe oder das Trinkspiel Kings gespielt hatten. Alles in allem ein klasse Urlaub! In der Zeit dort habe ich soviel erleben dürfen, dass es mir nach dem Urlaub vorkam, gleich mehrere Wochen weggewesen zu sein.  
 
Die nächste Tour ist auch schon wieder geplant: Am Australia Day Wochenende geht es für 3 Tage nach Jervis Bay...