Dienstag, 20. Mai 2008

Due date!

Es läuft bereits die vorletzte Vorlesungswoche! Daher sind in dieser Woche die letzten Gruppenarbeiten an der Curtin University fällig...oder wie wir mittlerweile in unseren denglischen (=deutsch + englisch) Sätzen sagen "assignments due".

Im Marketing-Projekt habe ich mit den beiden Aussie-Mädels Tanya und Casey eine Machbarkeitstudie für die Einführung von Boost Juice Bars in Deutschland geschrieben. Da auf beide Verlass war und ich mit ihnen Verbesserungsvorschläge gut und offen diskutieren konnte, ohne dass sie sich direkt angegriffen fühlten, hat die Arbeit mit ihnen viel Spaß gemacht und ich denke, dass wir einige gute Ideen zusammengebracht haben. Nach den Ergebnissen unserer Studie, prophezeie ich, dass Saftbars, wie Boost Juice, in den nächsten Jahren in deutschen Städten aus dem Boden schießen werden.

Der schriftliche Teil des Management-Projekts war bereits letzte Woche fällig. Da mit dem Australier chinesischer Abstammung Shan, der Australierin Mimi (die heisst wirklich so), der Brasilianerin Thaiz und mir gleich vier starke Leute aufeinandergetroffen sind, die ihre eigenen Ideen haben, war die Zusammenarbeit hier nicht immer so einfach und Verbesserungsvorschläge wurden auch nicht einfach angenommen. Am Donnerstag müssen wir jetzt unsere Arbeit präsentieren. Obwohl ich dachte, der Technik eigentlich ziemlich aufgeschlossen zu sein, musste ich heute noch einmal ein Novum erleben. Da wir uns auf keinen Termin zum Gruppentreffen einigen konnten, wurde vorgeschlagen sich heute Abend in MSN zu treffen. Hab ich nicht! Die Frage nach Facebook, dem internationalen Pendant zum StudiVZ, ließ nicht lange auf sich warten. Hab ich auch nicht!

"Are you on Facebook" oder "Do you have MSN" kriegt man hier ja öfter zu hören, sich aber dort im virtuellen Raum zu treffen, um eine Gruppenarbeit abzuschließen, war mir neu. Wiedermal ein Fall aus der Reihe "Willkommen im Leben 2.0".

Samstag, 17. Mai 2008

Swan Valley

Endlich kann ich euch noch einmal aus der Rubrik "Mario on Tour" berichten. Als Botschafter unseres Landes habe ich heute meine Nachbarn Daniel, Queck und Kelvin aus unit 2 sowie meinen "Deutsch-Schüler" Hang gemeinsam mit Fabian ins Swan Valley entführt.
Dort haben wir mit Elmar's in the Valley und der Duckstein Brewery gleich zwei Brauereien besucht, die deutsche Wurzeln haben und nach dem deutschen Reinheitsgebot brauen. Die Jungs aus Malaysia wollten schon immer mal deutsches Essen probieren, da sie bisher nur Pizza und Pasta als westliche Kochkunst kannten. Also haben wir in Henley Brook zuerst einen Stopp bei Elmar's eingelegt, wo wir uns zunächst gemeinsam über die Probierplatte mit verschiedenen Wurstarten, Käse und Brot hergemacht haben. Der erste Gang hatte somit schon mal allen geschmeckt. Daniel, Kelvin und Fabian entschieden sich danach für das Schnitzel, Hang nahm das Pfeffersteak, Queck bestellte Kassler und ich selbst nahm Leberkäse mit Ei und Kartoffelsalat. Doch das wichtigste nicht zu vergessen: es gab Altbier! Bis auf Queck hatte es auch allen gut geschmeckt. In Elmar's Smallgood Shop gab es übrigens u.a. auch Haribo und Ritter Sport Schokolade zu kaufen. Anschließend gingen wir dann vorbei an den Weinreben zur Duckstein Brauerei, wo wir das Münchener Hefeweizen testeten.Im Biergarten spielt eine traditionelle 3 Mann Band Klassiker wie "Schnaps das war sein letztes Wort" und "Bergvagabunden". Das war schon ziemlich klischeehaft...aber genau danach hatten wir ja eigentlich auch gesucht. Das deftige Essen schienen Queck's und Kelvin's asiatische Mägen nicht gewöhnt zu sein. So packte sie auch schon früh nach dem zweiten Bier die Müdigkeit und die Rückfahrt im Zug verschliefen sie.
Schön, dass sich die Jungs nach all dem worauf ich mich mit ihnen schon "eingelassen" habe, mal selbst ein Bild von deutschem Essen machen wollten. Mit meinen Kochkünsten wollte ich sie nicht abschrecken. So hatten wir vor der bald anstehenden Prüfungsphase noch mal einen gelungenen gemeinsamen Ausflug ins Umland von Perth.

Freitag, 16. Mai 2008

Stopover Dubai

Soeben habe ich versucht, mir endlich die Touren für den Stopover in Dubai zu buchen. So ganz trau ich dem Braten jedoch noch nicht, da die Telefonisten im Call-Center einen ziemlich verplanten Eindruck hinterlassen hat. Wahrscheinlich habe ich wohl gar nicht mit dem Emirates Office auf der St George Tce in Perth gesprochen, sondern bin direkt in ein indisches Call-Center verbunden worden.

Die Touren für den Stopover zu buchen war jedenfalls gar nicht so einfach, weil Emirates hier ein wenig für Verwirrung bei mir gesorgt hat. Da mir bei Emirates in Perth nämlich andere Zeiten genannt wurden als vom Touranbieter Arabian Adventures aus Dubai selbst, hatte ich mit meiner Buchung bis heute noch gezögert. Nachdem ich mir dann am Telefon die Sundowner Safari für den Mittwoch und die City of Merchants Tour für Donnerstag gebucht habe, kam dann auf meine Rückfrage raus, dass mein eigentlicher Plan, drei Touren zu machen, doch realisierbar gewesen wäre, da die Zeiten von Arabian Adventures die richtigen waren.

Naja, wie dem auch sei...warten wir zunächst mal ab, was da so kommt oder ob da überhaupt eine Bestätigung kommt. Vielleicht kann ich mir die Tour in die Emirate Sharjah und Ajman ja auch noch vor Ort buchen. Ansonsten werde ich halt Dubai auf eigene Faust erkunden.

Nachtrag: Mittwoch, 21. Mai 2008
Wie erwartet, gab es bei der telefonischen Buchung dann tatsächlich auch Probleme: Anscheinend wurden meine Kreditkarten-Details nicht richtig notiert. Daher habe ich mir heute die Zeit genommen und bin doch noch einmal ins Emirates Haus in die Stadt gefahren. Diesmal wurde mir auch hier bestätigt, dass die City of Merchants Tour nachmittags stattfindet, so dass ich jetzt doch schon alle 3 Touren gebucht habe.

Montag, 12. Mai 2008

Noch 2 Monate...

Heute in zwei Monaten werden ich wohl erstmals wieder in Deutschland aufwachen. Dass es auf die Zielgerade zugeht, wird mir auch immer bewusster:
  • In der letzten Woche standen die Präsentation in International Marketing und das Case Study Interview in International Management an. Die ausstehenden assignments werden somit Gott sei Dank immer weniger.
  • Bei KEA musste ich mich am Samstag schon von René verabschieden, er war - nach den Abschieden von Andreas und Øyvind - der erste dem ich in Australien "Goodbye" sagen musste.
  • Bei der Betreuerin meiner Diplomarbeit habe ich gestern drei weitere Kapitel eingereicht. Sobald Vanessa diese abgesegnet hat, bleibt nur noch "Chapter 6 Conclusion" (dt. Schlussfolgerung).
  • Meine Mitgliedschaft im Fitness Dome läuft in nur einer Woche aus.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Beer Appreciation Night

Von der gestrigen "Beer Appreciation Night" möchte ich doch noch mal etwas ausführlicher berichten. Gemeinsam mit der James Squire Brauerei aus New South Wales veranstaltete der Curtin Beer Appreciation Club (BAC) gestern Abend diese Bier Liebhaber Nacht in der Taverne, um die Braukunst zu würdigen.

Insgesamt gab es sechs verschiedene Biersorten zu testen, die mit 5 Arten von Fingerfood kombiniert wurden. Auf Seite der Biere wurde Hahn Super Dry sowie James Squire Pilsener, Golden Ale, Amber Ale, India Pale Ale und Porter geboten. Nach einer kurzen Erläuterung des Braumeisters wurden dann kleine Häppchen gereicht, die "die Kraft aus dem Bier ziehen" sollten. Auf der Speisekarte standen u.a. Kalamari, Hähnchen Spieße, Fleischkroketten und zum Desert mit Schokolade überzogene Erdbeeren. Ja, bei dieser Kombination habe ich auch zuerst die Stirn gerunzelt: Bier, Schokolade und Erdbeeren?!

Einige der Gäste waren wohl doch weniger die Liebhaber und dann froh als der offizielle Teil sein Ende fand, um zur Student Night überzugehen. Wo wir schon mal in der Taverne waren, haben Rafiq, Fabian und ich uns hier natürlich auch noch einmal niedergelassen. Da wir die gemeisamen Tav-Abende wohl alle sehr in den letzten Wochen vermisst hatten, ging es später noch weiter zur Waterford Taverne, wo mittwochs immer Karaoke Nacht ist.

Die Waterford Tav war wirklich mal gut besucht von Studenten. Hier haben wir dann zufällig auch noch zwei neue Deutsche aus Hannover und München getroffen. Irgendwie scheinen wir aber auch immer wieder bei Norwegern auszukommen. Diese Vikinger wissen einfach auch ein leckeres Bier zu schätzen.

Nie mehr 2. Liga!!!

Der Mythos ist zurück! Nie mehr 2. Liga...

Meine eigene Aufstiegsfeier habe ich bei der Beer Appreciation Night und der Karaoke Nacht in der Waterford Tav mit Rafiq und Fabian heute schon vorab gefeiert. Danach habe ich mir dann die letzten Minuten bei 100,5 angehört.

Jetzt würde ich mich doch mal gerne kurz nach Hause wünschen. :-)

Montag, 5. Mai 2008

Ultimate Frisbee

Nachdem die Borussia gestern mit einem 7:1 Sieg gegen Offenbach vorgelegt hatte und somit dem Aufstieg nun ganz nahe ist, habe ich heute beim Ultimate Frisbee mit einem 7:1 Sieg nachgelegt.

Da an den letzten Spieltagen gerade mal so viele Leute zusammenkamen, dass wir zwei Teams stellen konnte, wurde der Wettbewerb inzwischen aufgegeben und wir treffen uns nur noch zum "socialising" (dt. "Leute treffen") statt "competition" (dt. Wettbewerb).

Auch heute standen gerade mal wieder 12 Spieler/-innen auf dem Platz, so dass wir 6 gegen 6 statt normalerweise 7 gegen 7 spielen mussten. Dieser freie Raum kam unserem "weißen Ballett" ganz gut gelegen, so dass wir das Spiel an uns ziehen konnten und den buntgemischten Gegner an die Wand spielten.

Für mich selber war es glaube ich auch heute das beste Spiel, was ich hier abgeliefert habe: 3 Punkte und 2 Vorlagen können sich doch sehen lassen. Dabei hatte ich es heute in der Verteidigung aber auch einfach.

Song Australia

Das Video kann ich euch nicht vorenthalten. Ich habe heute zum ersten mal den Song Australia im Fernsehen gesehen, in dem Manjit Boparai das multikulturelle Zusammenleben in diesem Land auf eine ziemlich lustige Art und Weise wiedergibt.



Übrigens scheint in WA gerade nochmal der Spätsommer Einzug zu halten. Mit Spitzentemperaturen zwischen 24° und 27° Grad in dieser Woche ist es wohl recht vergleichbar zu Deutschland, obwohl hier schon lange Herbst ist. So können die Pullover zum Glück noch im Schrank bleiben und ich kann immer noch in Shorts und T-Shirt rumlaufen. Ich glaube, dass werde ich echt vermissen. In diesem Sinne: Aussie, Aussie, Aussie - Oi, Oi, Oi!

Mittwoch, 30. April 2008

Das Internet wird 15!

Soeben habe ich bei web.de gelesen, dass das Internet heute seinen 15. Geburtstag feiert.

Ich kann mich noch gut an die erste Zeit zurückerinnern, wo ich mit Christian zum Internetcafé nach Heinsberg gefahren bin und dort für eine Stunde fast soviel gezahlt habe, wie ich heute für einen Monat Flatrate zahle. Danach war ich wohl einer der ersten im Ort, der ein 56kb Modem im Haus hatte, um mich per dial-up ins Internet einzuwählen. Was für ein Fortschritt!

Heute wäre es ohne nicht mehr denkbar. Ich berichte euch von meinen Erlebnissen im Blog, gucke mir die Spiele der Borussia bei youtube oder über myp2p an, lese den Lokalteil der Heinsberger Zeitung online und höre die Bundesliga-Konferenz bei 100,5 das Hitradio im Livestream. Ganz geschweige davon beruht nahezu meine gesamte Diplomarbeit auf Journal-Artikel aus elektronischen Datenbanken, was mir aber so auch aus dem bisherigen Studium in Aachen noch nicht geläufig war.

Der Kontakt in die Heimat über E-Mail, Skype und Sipgate, wäre auch nicht ohne das Internet möglich. Dennoch muss ich rückblickend sagen, dass es natürlich anders ist mit euch über das Internet zu kommunizieren und ich es mir manchmal wohl auch etwas einfacher vorgestellt habe. Aber auch 15 Jahre nach Einführung des Internet hat noch nicht jeder den Nutzen des Internets für sich erkannt und manchmal ist auch die Verbindung ins weltweite Datennetz noch etwas wacklig.

Dienstag, 29. April 2008

Deutsche in Australien

Als ich heute den Brief mit dem endgültigen Thema meiner Diplomarbeit nach Aachen geschickt habe, fiel mir auf der Briefmarke ein bekanntes Gesicht aus der Heimat auf.

Ein Deutscher auf einer Briefmarke in Australien? Wer kann das wohl sein? Richtig, Papst Benedetto XVI, geboren als Joseph Alois Ratzinger und auch bekannt als "Papa Ratzi", war auf der $2,00 Briefmarke abgelichtet. In diesem Jahr findet ja hier in Australien der Weltjugendtag statt.

Mit dem Segen von Papst Benedikt auf diesem offiziellen Schreiben sollte jetzt ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Wer übrigens noch eine Postkarte aus Australien haben möchte, kann sich noch bei mir melden. Vielleicht ergibt sich da ja nochmal eine Gelegenheit.

Freitag, 25. April 2008

ANZAC Day

Heute ist ANZAC Day in Australien, ein Nationalfeiertag an dem den australischen und neuseeländischen Truppen (Australian and New Zealand Army Corps) gedacht wird, die in Kriegen für das Land gekämpft haben.

Man könnte also denken, dass das vergleichbar zu Volkstrauertag in Deutschland ist. Wenn man aber die Bilder und Videos in The Australian and The West Australian sieht, macht es den Anschein, dass das Ganze etwas anders abläuft. Wie schon beim Australia Day im Januar ist der Nationalstolz der Australier unverkennlich.

Bei der Gedenkfeier zum Sonnenaufgang in Kings Park waren wohl etwa 40.000 Menschen. Später säumten sie den Straßenrand von St. George Tce, wo dann die ANZAC Parade mit Veteranen, Soldaten, Militärfahrzeugen und Musikgruppen stattfand.

Leider konnte ich mir von dem Ganzen nur ein Bild im Fernsehen und Internet machen, da ich im Moment einiges mit der Abschlussarbeit zu tun habe. Deshalb konnte in dieser letzten "tuition free week" (dt. vorlesungsfreien Woche) auch nicht von irgendwelchen Ausflügen berichtet werden.

Donnerstag, 24. April 2008

Draft Examination Timetable

Gerade sind die vorläufigen Prüfungstermine veröffentlicht worden und es ist so gekommen, wie ich es mir erhofft habe.

Beide Prüfungen sind in der ersten Woche: Am Mittwoch, den 11.06. schreibe ich International Marketing und am Freitag, den 13.06. International Management. International Management wird dann wohl die (vorläufig) letzte Prüfung sein....das Leben ist ja bekanntlich ein "lebenslänglicher Lernprozess". Irgendwie zieht sich Freitag, der 13. auch durch meinen Lebenslauf. Der Tag hat mir aber bisher noch nie Unglück gebracht: Unter anderem hatte ich an diesem Tag nämlich mein Bewerbungsgespräch bei Grünenthal und auch meinen ersten vollen Tag hier in Australien.

Ihr fragt euch sicher noch, warum ich mich denn über zwei Prüfungen in einer Woche so nah aufeinander freue. Das liegt daran, dass ich somit bis auf das Vorrundenspiel Kroatien gegen Deutschland am 12.6. alle Spiele der deutschen Fußball- Nationalmannschaft bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hier im Internet, Fernsehen oder Radio verfolgen kann. Daneben lässt mir die Terminierung ein wenig Luft nach hinten raus, so dass ich zwischen letzter Klausur (13.06.), Abgabe der Abschlussarbeit (24.06.) und Beginn der Broome Tour (25.06.) noch letzte Erledigungen machen kann.

Da fällt mir gerade auf, dass die Halbfinale und das Finale der EM während der Broome Tour sind. Im ziemlich abgeschiedenen Nord Westen könnte es dann etwas schwieriger werden mit der Live-Berichterstattung.

Dienstag, 22. April 2008

Learn to Play the Didgeridoo

Heute hatte ich schon die letzte Didgeridoo-Stunde mit Garry. Leider habe ich das mit der Zirkularatmung noch nicht wirklich hinbekommen, was wohl auch ein wenig darauf zurückzuführen ist, dass ich zu wenig geübt habe oder einfach nicht "relaxed" genug beim Spielen bin.Bis zum Didgeridoo-Spieler ist es noch ein weiter Weg, aber von der ersten Stunde bis heute war schon ein Fortschritt zu erkennen. Beim Kangaroo-Sound "da [breath] da [breath]..." soll ich dem Ganzen wohl schon mal ganz nahe gekommen sein. Ich soll einfach noch meine Muskulatur und Zunge weiter trainieren und darauf warten, dass es "Klick" macht.

Der Schotte in unserer Gruppe muss wohl ein Naturtalent gewesen sein. Nahezu alles was ihm gezeigt wurde, konnte er sofort umsetzen. Fabian hatte zum Ende hin auch den Dreh mehr raus und konnte (fast) ohne hörbare Pausen spielen. Sollte ich mir ein Didgeridoo mit nach Hause nehmen, werde ich mir wohl besser auch noch eine Lern CD dazu besorgen.

Samstag, 19. April 2008

Dutch Butcher

Welch eine Gaumenfreude! Am heutigen Samstag bin ich der heiß ersehnten Bratrolle doch schon recht nah gekommen. Doch von Anfang...

Bei KEA Campers war heute "Open Day" (dt. Tag der offenen Tür), an dem Wohnmobile verkauft wurden. Da meine drei holländischen Kollegen von 08:00h - 17:00h eingeplant waren, hatte der Chef lunch beim Dutch Butcher (Dt. "holländischer Metzger") bestellt. Zwar konnte ich auch hier noch keine Bratrolle oder Frikandel auf der Speisekarte finden, doch die Fleischkrokett in Brot mit der aus der Heimat bekannten gelblichen Hamburgersauce kam dem schon ganz nahe.

Später habe ich auf der Karte gesehen, dass der Dutch Butcher sogar in meinem Stadtteil Bentley ist. Ich werde ihm demnächst sicherlich noch mal persönlich einen Besuch abstatten. Aber so lange ist es ja auch nicht mehr, bis ich mir beim ersten Kegeln nach meiner Rückkehr meine Spezialität "Bratrolle spezial mit Kroketten" bestellen kann.

Freitag, 18. April 2008

Mid-Semester Break

Da wieder ein halbes Semester vergangen ist, wurden in den letzten Tagen in vielen Kursen an der Universität "mid-semester tests" (dt. "Mitte des Semester Tests") geschrieben.

Wie schon im letzten Semester, bin ich auch diesmal davon verschont geblieben, da ich stattdessen zuvor schon ein "individual assignment" in International Marketing einzureichen und einen kleinen Test in International Management hatte, die beide sehr gut verlaufen sind. In International Marketing hatte ich mich mit McDonald's in Deutschland beschäftigt und erarbeitet, wie sich das Fast-Food-Restaurant an kulturelle Gegebenheiten des deutschen Marktes anpasst.

Nun habe ich wieder eine vorlesungsfreie Woche vor mir. Wenn das Wetter mitspielt, wollen wir an einem Tag nächste Woche noch einmal nach Rottnest Island oder zum Freizeitpark Adventure World südlich von Perth fahren. Ansonsten werde ich in dieser Woche endlich mal die Ausflüge für den Stoppover in Dubai buchen und weiter an meiner Abschlussarbeit schreiben.

Danach sind dann nur vier Vorlesungswochen an der Curtin University of Technology, bevor die letzte Prüfungsphase beginnt. Wie die Zeit doch vergeht...

Sonntag, 13. April 2008

AFL: Fremantle Dockers - Richmond Tigers

An einem herrlich schönen Herbsttag mit knapp unter 30° Celsius war ich heute beim Australian Rules Football: Im Subiaco Oval habe ich mir mit Fabian das Spiel Fremantle Dockers gegen Richmond Tigers angesehen.Nachdem die Dockers am letzten Wochenende die Lokalrivalen West Coast Eagles geschlagen hatten, konnte es nach dem schwachen Saisonstart eigentlich nur aufwärts gehen. Zunächst boten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, doch schon frühzeitig zeichnete sich ab, dass die Dockers gegen die Tigers nicht bestehen konnten. So verloren die Fremantle Dockers das Spiel letztendlich deutlich mit 73 : 137. Im vierten Quarter (dt. Viertel) sorgte der Flitzer, der von Ordnern über den Platz gejagt wurde, noch für die beste Unterhaltung von Seiten Fremantles.
Nach Abpfiff des Spiels wurden dann die Tore zum Spielfeld geöffnet, so dass jeder den "heiligen Rasen" betreten und ein paar goals im Subiaco Oval kicken konnte. Klasse Tag, um nochmal Stadionatmosphäre zu schnuppern.

Mittwoch, 9. April 2008

Didgeridoo Unterricht

Heute hatten Fabian und ich die zweite Didgeridoo Stunde, bei der es darum ging, weitere Laute zu lernen und die Zirkularatmung zu integrieren. Das ist gar nicht so einfach sage ich euch...dafür muss ich wohl insbesondere nochmal meine Backenmuskulatur weiter trainieren.

Auf dem Rückweg in die Stadt sind wir dann mit der deutschen Backpackerin ins Gespräch gekommen, die auch an dem Kurs bei Didgeridoo Breath teilnimmt. Als Filina auf die Frage, aus welcher deutschen Stadt sie denn komme, mit "Aus Köln...eigentlich nicht direkt Köln...aus der Nähe von Aachen" sagte, dachte ich mir, dass sich das doch so ziemlich nach meiner Beschreibung anhört. Nachher stellte sich heraus, dass sie aus Düren kommt und ihre Großeltern in Oberbruch wohnen. Klein ist die Welt!

Derby Weekend

Nachdem die Fremantle Dockers die West Coast Eagles im WA Derby am Samstag mit 87 : 73 geschlagen hatten, stand gestern das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach an.

Natürlich habe ich es mir dafür nicht nehmen lassen, wieder 2:00h nachts aufzustehen, um das im wahrsten Sinne des Wortes feurige Derby zu verfolgen. Nachdem ich in der ersten Halbzeit noch mit Internetproblemen zu kämpfen hatte, konnte ich die zweite Hälfte komplett auf DSF verfolgen. Leider hat die Borussia den Sieg in der Nachspielzeit durch einen unberechtigten Foulelfmeter noch aus der Hand gegeben.

Dennoch bin ich mir nach dem Auftritt der Mannschaft sicher, dass wir es schaffen. Nach der Aktion der Kölner, gönne ich übrigens sogar der TSG Hoffenheim ehr den Aufstieg als der Mannschaft aus der Domstadt!

Samstag, 5. April 2008

Erster Arbeitstag bei KEA Campers

Diese Woche hatte ich einen überraschenden Anruf vom KEA Campers Depot Manager in Perth erhalten, wo ich im letzten Jahr selber noch nach einem Wohnmobil für die Tour mit meiner Familie fragen war.
Da mit dem Ende der Regenzeit im Norden West Australiens gerade Hochbetrieb herrscht und etwa 70% der KEA Kunden aus dem deutschsprachigen Raum kommen, bot Aad mir einen casual job im customer service (dt. Gelegnheitsjob im Kundenservice) für das Wochenende an. Gestern Morgen habe ich mir den Job erklären lassen und kurz entschlossen zu gesagt. Zusammen mit Renu aus Indien, werde ich jetzt regelmäßig samstags und sonntags von 08:00h - 13:00h die "pick ups" (dt. Fahrzeugübergabe) and "drop offs" (dt. Fahrzeugrückgabe) bearbeiten.

Heute ging es schon ganz schön zur Sache, da die Übernahmen (1 Familie aus Österreich, 1 Frau aus der Nähe von Düsseldorf) fast zeitgleich waren und auch noch genügend andere Kleinigkeiten zu erledigen waren. Zudem hat es am Morgen hier ziemlich heftig geregnet, so dass ich nachher im Fuhrpark mehr als knöcheltief im Wasser stand. Bert, der eigentlich nur mal vorbeischauen wollte, und wie Aad übrigens auch aus Holland kommt, sprang daher in die Bresche und half mit aus.

Insgesamt für beide Seiten eine gute Sache: Einerseits, profitiert KEA davon, einen weiteren deutschsprachigen Mitarbeiter mit Fahrerlaubnis zu haben. Andererseits, kann ich somit mein Reisebudget für die letzte Tour nach Broome am Ende des Semesters sowie den Stopover in Dubai aufstocken und dabei auch noch Erfahrung im Bereich Tourismus sammeln. Der Tag heute hat schon sehr viel Spaß gemacht, da das kleine Team einfach super locker ist, ich dort arbeite, wo für andere der Urlaub beginnt, und schon gemerkt habe, dass man meine Hilfe brauchen kann.

Mittwoch, 2. April 2008

Learn to Play the Didgeridoo

Heute hatte ich die erste Didgeridoo Stunde bei Didgeridoo Breath in Fremantle. Unser Lehrer kommt aus Wales und war einst als Entertainer in Australien aktiv. Das Didgeridoo-Spielen hat er von Aborigines gelernt und später eine in WA bekannte "Bush Band" gegründet.

In der ersten Stunde haben wir die Basics gelernt: Wie kriege ich einen Ton aus dem Didgeridoo? Welche Geräusche kann ich einfach erlernen? Angeblich soll man sogar den Akzent eines Spielers heraushören können. Danach wurde dann das Geheimnis des "circular breathings" (dt. Zirkularatmung) erklärt, die es ermöglicht, das Didgeridoo stundenlang ohne Absetzen zu spielen.

Das Ganze gilt es nun zu üben. Dafür haben wir ein Didgeridoo gestellt bekommen, mit dem ich jetzt 4 Wochen meine Mitbewohner nerven kann. Für die Zirkularatmung haben wir eine Übungen ohne Instrument kennengelernt, die wir in den nächsten Tagen möglichst häufig machen sollen, um somit die entsprechende Muskulatur zu trainieren.